Neue Technik an der Fakultät Medien

27.03.2017

Kurz vor Semesterbeginn nutzten die Kollegen die noch vorlesungsfreie Zeit, sich über neue Technik an der Fakultät zu informieren.

Für das Kompetenzzentrum Digitaldruck wurden durch das IDL Leipzig zwei Inkjetdruck-Anlagen als Leihgabe aufgestellt. Diese industrietypischen Anlagen werden eingesetzt für digitalen, d. h. kleinauflagigen oder individuellen, Verpackungsdruck auf unterschiedlichen Materialien – Papier und Karton, Folie oder Wellpappe. Die Achtfarbmaschine erlaubt durch zusätzlichen Einsatz von Orange und Grün einen gegenüber konventionellem CMYK-Druck erweiterten Farbraum für die originalitätsgetreue Wiedergabe von Marken- bzw. Hausfarben vieler Hersteller. Transparentfolien erhalten einen weißen Untergrunddruck vor dem Farbdruck, und eine spezielle Metallictinte erzielt Veredelungseffekte ähnlich dem Kaltfolientransfer. Bei Einsatz auf das Originalsubstrat können weitgehend realitätsnahe Produktmuster hergestellt werden. Mit der Lackiereinheit kann das Material mit bis zu 1 mm dicken Lackschichten versehen werden. Über Einstellungen des UV-Trockners lässt sich die optische Wirkung der ausgehärteten Lackschicht von matt bis hochglänzend beeinflussen. Neben dem visuellen und haptischen Veredelungseffekt steht aber der praktische und auf rechtlichen Vorschriften basierende Aspekt im Vordergrund, Pharmaverpackungen und andere Produkte mit Blindenschrift zu kennzeichnen. Auf dreidimensionale Objekt mit bis zu 100 mm Dicke kann gedruckt werden, wobei gewölbte Oberflächen eine Anpassung des Druckbildes erfordern.

Auch die Laserschneidanlage MG 380 der Firma Wallburg GmbH Lasersysteme, die bereits im September vergangenen Jahres aufgestellt wurde, dient der individuellen Anfertigung oder Veredelung von Verpackungen und anderen grafischen Produkten. Für die beiden Trennverfahren Schneiden und Gravieren ist jeweils ein Laserkopf vorgesehen. Einfache Grafikprogramme wie Corel Draw dienen der Erstellung der Vorlagen.

Eingesetzt werden die vorgestellten Anlagen für das Beschichten bzw. Abtragen einerseits für die Ausbildung der Bachelor- und Masterstudenten in den Studiengängen Drucktechnik und Verpackungstechnik, andererseits für Forschungszwecke und Projekte mit der Industrie.

Text und Foto: Inés Heinze