innoPRINT Leipzig
innoPRINT Leipzig ist ein Treffpunkt, um Praxiserfahrene und Forscher, alte Hasen und Neulinge, Anbieter und Suchende zusammenzubringen. Aktuelle Trends in der Branche, Erfahrungsaustausch mit und für Industriepartner, das Neuste aus Forschung und Technik – innoPRINT Leipzig ist ein Branchentreff, um in bewährter Runde zu diskutieren.
Dazu gibt es die Möglichkeit, junge motivierte Studenten mit ihren aktuellen Studien- und Forschungsarbeiten kennenzulernen. Dem stetigen Wandel unserer Industrie entsprechend, werden sich die Fachthemen auf innoPRINT Leipzig neben den konventionellen Anwendungen auch um neue zukunftsträchtige Applikationen erweitern, um neue Chancen und Möglichkeiten auszuloten.
Als Veranstalter von innoPRINT Leipzig treten gemeinsam auf
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), Fakultät Medien
Institute for Printing, Processing and Packaging Leipzig (iP³ Leipzig)
Verband Druck und Medien Mitteldeutschland e. V. (vdm Mitteldeutschland)
Sächsisches Institut für die Druckindustrie GmbH (SID)
KI und junge Talente im Fokus – innoPRINT 2025
10.11.2025
Am Samstag, 8. November 2025, fand im Gutenberg-Bau der HTWK Leipzig die innoPRINT Leipzig 2025 statt – das jährliche Forum für aktuelle Entwicklungen in Druck-, Verpackungs- und Beschichtungstechnologien. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz und ihrer Chancen für Kreativität, Produktion und Forschung.
In spannenden Fachvorträgen zeigten Vertreter aus Industrie und Wissenschaft, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und neue Wege in der Druck- und Verpackungsbranche eröffnet. Themen wie KI im kreativen Umfeld, smarte Produktionsplanung und innovative Anwendungen in der Verpackungsindustrie boten reichlich Gesprächsstoff und Impulse für den fachübergreifenden Austausch.
Auch die Studierenden der HTWK Leipzig nutzten die Bühne, um ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu präsentieren. Ihre Beiträge reichten von der standardisierten LCA-Datenerfassung über gedruckte Thermosensoren für flexible Elektronik bis hin zu neuartigen Label-on-Chip-Systemen für Point-of-Care-Analysen. Damit demonstrierten sie eindrucksvoll die Bandbreite und Praxisnähe der HTWK-Studiengänge im Bereich Druck-, Verpackungs- und Oberflächentechnologien.
Die innoPRINT 2025 zeigte einmal mehr: Innovation entsteht dort, wo Wissenschaft, Technik und Kreativität zusammentreffen – und die HTWK Leipzig bietet dafür das ideale Umfeld.
Das nächste Symposium innoPRINT Leipzig findet am Freitag, 6. November 2026, ab 14 Uhr statt.
Nachhaltigkeit im Fokus – innoPRINT 2022
21.05.2022
innoPrint im Mai …
… ist wie Weihnachten im August. Es sei kaum zu fassen, wieder vor so vielen Leuten zu stehen. Nach zweieinhalb Jahren coronabedingter Pause eröffnet Beatrix Genest vom SID Leipzig die diesjährige innoPrint-Veranstaltung, die üblicherweise im Herbst verankert ist. Der Hörsaal ist gut besetzt mit Studenten, Absolventen und Vertretern aus Industrie und Institutionen, das Motto der Veranstaltung – Nachhaltigkeit – hochgradig aktuell.
Julia Rohmann, Referentin für Umweltschutz und Arbeitssicherheit beim Bundesverband Druck und Medien, betrachtet in ihrem Vortrag die Druckindustrie unter dem Aspekt der Kreislaufwirtschaft. Die lineare Abfallwirtschaft habe ausgedient. Starke Vermüllung und Ressourcenabhängigkeit von anderen Ländern zwingen zum Umdenken und zur Umsetzung einer strikten Kreislaufwirtschaft. 45 % der CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Rohstoff- und Ressourcengewinnung zurück, durch konsequente Aufbereitung von Abfällen können Emission reduziert und Rohstoffe gespart werden.
Mit seinem bereits 2012 in die Wege geleiteten Kreislaufwirtschaftsgesetz ist Deutschland längst Vorreiter. In der Europäischen Union nimmt die Kreislaufwirtschaft gerade Fahrt auf mit dem im Jahr 2020 initiierten Aktionsplan. Er beinhaltet unter anderem Aspekte wie nachhaltige Produktentwicklung, Reduzierung des Abfallaufkommens und sieht vor, bis zum Jahr 2050 eine CO2-neutrale, ökologisch nachhaltige und giftfreie Produktion sowie vollständige Kreislaufwirtschaft umzusetzen.
In der Druckindustrie ist Kreislaufwirtschaft bereits ein Erfolgsmodell. Die Altpapierrücklaufquote in Deutschland beträgt knapp 80 %. Doch Recyclingpapier einzusetzen, ohne die Druckfarbe zu berücksichtigen, ist wie Energiewende ohne Kohleausstieg, vergleicht die Referentin. Bei der Herstellung von Druckerzeugnissen mag das Papier den größten Anteil ausmachen, doch Farben und Lacke, Klebstoffe und Druckhilfsstoffe können seine Wiederaufbereitung erheblich stören. Hier heißt es ganzheitlich zu denken und bereits bei Auswahl von Druckverfahren und Druckfarbe den Recyclingprozess zu berücksichtigen.
Die Auswirkung UV-härtender Farben und Veredelungen wird in der anschließenden Diskussion aufgegriffen. Der Großteil der UV-Farben sei nicht deinkbar, und je kleiner der Film auf der Bedruckstoffoberfläche ist, desto schwerer ist ein Entfernen der Partikel. Die haushaltsüblichen Mengen aus den blauen Tonnen verursachen keine Störungen, Abfälle aus Druckereien hingegen können problematisch sein.
Immo Sander, Absolvent des Studiengangs Verpackungstechnik und heute Leiter der Verpackungsentwicklung bei Werner & Mertz, wechselt vom Papier zum Kunststoff und richtet den Blick auf Verpackungen, wie sie beispielsweise unter der Marke Frosch bekannt sind. Grundgedanke bei Werner & Mertz ist das Cradle-to-Cradle-Prinzip, das bei Rezepturen der Produkte seit jeher umgesetzt wird, während die Verpackungen lange unberücksichtigt blieben.
Vor nunmehr zehn Jahren setzte ein Umdenken ein. Sander berichtet von einem langen und von heftigen Diskussionen begleiteten Weg, schrittweise recyclatbasierte und recyclingfähige Verpackungen auf den Markt zu bringen. Gegenüber den Primärkunststoffen ist der glasklare Blick auf den Packungsinhalt leicht trübt. Und wie wird der Kunde reagieren, wenn anstelle der markengrünen Verschlüsse in Zukunft – zugunsten eines farbneutralen Recyclings – Flaschen mit transparenten Deckeln die Regalen füllen?
Ziel ist, bis zum Jahr 2025 sämtliche Verpackungen aus 100 % Recyclaten zu produzieren. Dabei kommen ausschließlich PCR – Post Consumer Recyclate, das heißt Abfälle aus dem gelben Sack – zur Anwendung. Weiteres Ziel ist der Einsatz recyclatbasierter Verpackungen auch im Foodsektor. Das Unternehmen sieht sich als Marktvorreiter – zu Recht.
Laut einer Umfrage achten 70 % der deutschen Verbraucher auf nachhaltige Lebensweise, eröffnet Prof. Lutz Engisch nach der Kaffeepause die Podiumsdiskussion, auf der sich die beiden Referenten sowie Prof. Eugen Herzau, Lehrgebiet Verpackungstechnologie an der HTWK Leipzig, und Helmut Schmitz, DSD Duales System Deutschland, den Fragen des Publikums stellen.
Im Gespräch kamen verschiedene nachhaltige Detailthemen zur Sprache. So wollte eine Zuhörerin wissen, ob zur Abfallreduzierung nicht größere Packungen sinnvoll seien – mehr Inhalt, prozentual aber weniger Verpackungsaufkommen; man müsse dann auch seltener einkaufen. Doch größere als die üblichen konsumentengerechten Volumina können kaum angeboten werden. Alternativ seien für einige Produkte Nachfüllpackungen sinnvoll. Auch die Frage nach Standardisierung von Packmitteln wurde aufgegriffen. Mit Blick auf Mehrwegsysteme eine hervorragende Möglichkeit, nur führt gerade die Bierflasche mit ihrer markeneigenen Form und Veredelung diese Idee ad absurdum.
Herzau erklärt, dass der CO2-Fußabdruck zur Beurteilung von Nachhaltigkeit nicht alleiniger Indikator sein kann. Es muss umfassender gedacht werden, Kriterien über den gesamten Lebenszyklus des Produktes, nicht nur der Verpackung, sind vielschichtig. Vermeintlich unnötiger Verpackungsaufwand ist dann gerechtfertigt, wenn sich Ressourceneinsparungen beim Produkt ergeben.
Positiv zur Sprache kam eine zunehmende Verzichtswahrnehmung bei vielen, vor allem jüngeren Menschen, die große Reisen und unnötigen Konsum vermeiden und auf Verpackungen verzichten.
Lisa Jansen, die nach ihrem Bachelorabschluss der Buch- und Medienproduktion in den Masterstudiengang Druck- und Verpackungstechnik wechselte, stellt die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vor. Dabei greift sie die Recyclierbarkeit von Papieren auf, die mit mineralölfreien Farben bedruckt wurden. Konkret wurden Zeitschriften und Bücher aus dem Verlag Stiftung Warentest untersucht. Generell wird auf Recyclingpapier gedruckt und in Unternehmen produziert, die nach dem Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert sind.
Im Ergebnis der Deinkingtests konnte nicht für alle geprüften Produkte die Recyclingfähigkeit positiv bewertet werden, worauf die Empfehlung an den Verlag ausgesprochen wurde, Gespräche mit den Druckereien aufzunehmen, Ursachen zu klären und in Zukunft zertifizierungsgerecht zu fertigen.
Aufgrund Erkrankung des Referenten übernahm den abschließenden Vortrag Prof. Lutz Engisch. Kilian Menzel, Doktorand im Lehrgebiet Werkstoffe, untersuchte die Recyclingfähigkeit von Biokunststoffen. Für diesen Werkstoff gibt es keine eindeutige Definition, denn Biokunststoffe umfassen die biobasierten und/oder biologisch abbaubaren Kunststoffe. Von den weltweit jährlich produzierten 320 Mio. Tonnen Kunststoffen beträgt ihr Anteil nicht einmal 1 %. Um so wichtiger ist es, diese Materialien genauer zu kennen und als Alternative zu erdölbasierten intensiver in Betracht zu ziehen.
Untersucht wurde die Kompostierbarkeit verschiedener biobasierter Kunststoffe. Dazu steht seit einigen Monaten eine Wurmkiste im Werkstofflabor, deren Bewohner sich aktiv um die Zersetzung der Kunststoffabfälle kümmern.
Die Ergebnisse sind weniger euphorisch, als man bei Biokunststoff erwarten mag. Barrierebeschichtungen, wie sie für den Schutz eines Lebensmittels notwendig sind, verzögern den Abbau. Als das größte Problem wird konstatiert, dass bei der Zersetzung Mikroplastikpartikel zurückbleiben, die in den zukünftigen Kreislauf eingehen und deren Auswirkungen weitgehend ungeklärt sind. Oft vergessen wird auch, dass bei Kompostierung CO2 entsteht und, zumindest industriell, Energie benötigt wird.
Wer im nächsten Jahr dabei sein will bei innoPrint 2023, der merke sich den 11.11.2023 vor.
Digitalisierung, Verbraucherwünsche und bunter Beton – innoPRINT 2019


09.11.2019
„Die digitale Zukunft beginnt um 9.00 Uhr“, so startet pünktlich der erste Vortrag der dritten innoPRINT-Veranstaltung an der HTWK Leipzig, Fakultät Informatik und Medien, vor den 130 Gästen. Robert Bierfreund von der Druckerei Interprint ist Teil des „digitalen Teams“ seines Unternehmens. Gemeinsam mit zwei Kollegen, Lukasz Witjes und Dennis Wohlleben, führt er in lockerer Vortragsatmosphäre durch ihr Unternehmen. „Wir drucken keine Buchstaben, wir drucken Designs“ – Interprint ist zweitgrößter Dekordrucker weltweit. Küchenplatten, Laminatfußboden, IKEA-Möbel – jeder hat ein Produkt von Interprint zu Hause, auch wenn er das nicht weiß.
Aber was macht ein Tiefdruckunternehmen, das von analogen Produkten in nicht unerheblichen Margen lebt, in einer digitalen Zukunft, die ja längst schon Gegenwart ist? Wie geht man mit steigenden Einkaufspreisen und fallenden Verkaufspreisen, den für den Tiefdruck tödlichen kleiner werdenden Losgrößen, kürzeren Produktlebenszyklen und der Forderung nach immer neuen Designs um?
Die Inbetriebnahme einer Digitaldruckmaschine stellte eine gewaltige Veränderung im Unternehmen dar und ist nicht nur mit Freude und Enthusiasmus verbunden. Ein Strategiemeeting 2018 – da produzierte die Digitaldruckmaschine bereits drei Jahre – führte zu einem entscheidenden Ergebnis. Nicht das Drucken allein wird digitalisiert, die gesamte Wertschöpfungskette wurde durchdacht und das Unternehmen in zwei Sparten aufgeteilt: klassisch analog und digital mit Start-up-Charakter. Es erfolgte der Aufbau einer B2C-Plattform, um Endkunden anzusprechen. Mit neuen Partnerschaften entsteht aus der Dekorfolie gleich das kundenindividuelle Produkt, das heißt die kundenspezifische Küchenplatte oder der Laminatfußboden. Kontakte zu Entscheidern werden aufgebaut, um neben Möbelproduzenten und Laminatherstellern auch diejenigen ins Boot zu holen, die Bauprojekte planen und gestalten.
Aus dem Lieferanten von bunter Dekorfolie ist ein Fullservice-Anbieter geworden – von der Designberatung und ‑entwicklung bis zur Installation des schlüsselfertigen Bauprojekts, eine Neuheit auf diesem Gebiet.
„Prozess und Business – Modelle für die Zukunft“, so das Motto der sich anschließenden Podiumsdiskussion.
Steffen Leistner, Zschiesche GmbH, sieht in der Schaffung digitaler Plattformen für Dienstleistungen ein strategisches Thema für die Druckbranche. Matthias Herfert, Professor für Internationale Betriebswirtschaftslehre der HTWK Leipzig, zollte als der branchenfremde Theoretiker den Praktikern Respekt. Gleichzeitig stellt er die Frage in den Raum, ob Digitalisierung wirklich neu sei. Drei Bücher zum Thema, unter anderem zu Künstlicher Intelligenz, hat er mitgebracht – gedruckt und physisch als klassische Hardcoverausgabe – das ist die „Wichtigkeit der Körperlichkeit“ im digitalen Leben.
Jens Meyer, PXM Süd, ist gelernter Drucker und Buchbinder, er weiß, wie sich Papier anfühlt. Impulse setzen, aufklären, Ängste nehmen sind seine Ratschläge für die Umsetzung von Zukunftsmodellen. Man müsse vorne bleiben; wenn man der zweite ist, ist man der erste Verlierer. Oder kennen Sie eine weitere Suchmaschine nach Google, ergänzt Bierfreund.
Die Kollegen von Interprint betonen noch einmal, wie wichtig es sei, die gesamte Prozesskette zu optimieren. Der Digitaldruck allein hat noch nichts mit Digitalisierung zu tun. Digitalisierung ist eine unternehmensübergreifende Strategie, die nur funktioniert, wenn man seine Leute, die Mitarbeiter, mitnimmt.
Für Druckereien und Verarbeiter bedeutet der Einstieg in die Digitalisierung eine grundlegende Umorientierung, so Leistner. Für den Aufbau digitaler Kompetenz gehört auch ein IT-Spezialist ins Team, bislang unüblich in einem grafischen Betrieb.
Der Vortrag von Georg Abel, Verbraucher INITIATIVE e. V., wendet sich einem weiteren gesellschaftlichen Kernthema zu, das den Alltag eines jeden berührt.
Ökologische, soziale und gesundheitliche Verbraucherarbeit steht im Mittelpunkt des gemeinnützigen Vereins, dessen Leitbild der informierte, mündige und verantwortlich handelnde Verbraucher und seine nachhaltige Lebensweise ist. „Sonst gibt es nicht viele Alternativen für diese Welt“.
Verbraucher haben eine nicht zu unterschätzende Macht in der Konsumwelt. Sie sind einkaufserfahrener, zunehmend individuell geprägt und mitunter widersprüchlich im Denken und Verhalten. Letztendlich entscheidet der Konsument über den Erfolg oder Misserfolg von Produkten und damit von Unternehmen und nimmt durch sein Verhalten Einfluss auf den gesellschaftlichen Lebensstil. Voraussetzung ist allerdings umfassende Information. Nicht einfach, denn der Markt ändert sich ständig, die Welt wird immer individueller, was auch individuelle Information erfordert, und die mediale Reizüberflutung braucht selektierte Information. Glaubwürdigkeitsprobleme, Zeitknappheit und die Komplexität von Prozessen machen einen schnellen Rat für individuelle Handlungsoptionen erforderlich.
Das Thema Verpackung steht ebenfalls im Fokus der Verbraucher. In Deutschland besteht ein extrem ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Unverpackte Konsumprodukte haben einen hohen Stellenwert. Unternehmen entwickeln verstärktes Interesse an nachhaltigen Produkten, Recycling und dem Einsatz von Recyclaten. Auch der Handel ist in Aktion, wie Unerpackt-Läden zeigen oder der Anbau von Kräutern im Supermarkt, um Transporte und Transportverpackung zu vermeiden.
„Hier ist was in Bewegung“, und auch Themen wie Online-Handel einschließlich der hohen Retouren, immer neue To-Go-Artikel in Einmalpackungen, Kaffee-Kapsel-Systeme und Single-Haushalt-Packungsgrößen gilt es anzugehen.
Abschließend gaben zwei Masterstudenten Einblick in ihre Tätigkeit.
Dominik Arnold verbrachte seine Praxiszeit bei Prismade Future of edding, einem Start up in Chemnitz. Das junge, 2016 gegründet Unternehmen entwickelt smarte Technologien, die eine Schnittstelle zwischen digitaler Welt und haptischer, d. h. Printwelt darstellen.Was macht es aus, in einem Start up zu arbeiten? Arnold gibt einen Blick hinter die Kulissen. Ein kleines Team und kurze Wege lassen Vorschläge schnell umsetzen. Jedes Teammitglied hat einen eigenen Kernbereich zu bearbeiten, bringt sein eigenes Know How ein und trägt somit zum Erfolg bei. Jeden Tag wird selbst gekocht in dem kleinen Team, gemeinsame Unternehmungen gibt es, Rückzugsmöglichkeit auch während der Arbeitszeit – eine schöne Arbeitsatmosphäre. Ideen kommen nicht auf Knopfdruck. Aber dies bedeutet auch, die Balance zu erkennen zwischen Freiheit und Eigeninitiative, es heißt motiviert zu sein und Verantwortung zu übernehmen.
„Wir bedrucken alles, was nicht wegläuft.“ Auch Beton. Dieses Baumaterial stand im Mittelpunkt von Josephine Preuß´ Masterarbeit. Aus grauem Beton bunten zu machen, könnte so manche Sichtbetonwand ansehnlicher werden lassen.
Beton ist nicht der typische Bedruckstoff. Neben der Zusammensetzung aus Zement, Sand, Wasser und Zuschlägen beeinflussen auch die Schalung, das Schalungsmittel und gegebenenfalls eine Nachbehandlung die Oberflächeneigenschaften des Baustoffs.
Dass die Bedruckstoffoberfläche das Druckergebnis beeinflusst, ist bekannt. Frau Preuß untersuchte, wie sich verschiedene Schalungsmaterialien auswirken, stellte Betonproben her und bedruckte sie im Sieb- und UV-Inkjetdruck. Preuß untersuchte Zusammenhänge zwischen Farbschichtdicke und Betonrauhigkeit, die Zunahme der Linienbreite gegenüber der digitalen Vorlage sowie die Haftfestigkeit mittels Gitterschnitt und Tesatest. Mit einem Satz lässt sich zusammenfassen: Beton ist mit unterschiedlichen Druckverfahren bedruckbar, die Oberflächenrauheit hat Einfluss auf die Bedruckbarkeit und kann durch das Schalungsmaterial beeinflusst werden. Sicherlich ist für diese junge Print-Anwendung noch viel Forschungspotential vorhanden.
Nicht zu vergessen der herzliche Dank an alle Sponsoren:
FDI e. V., Förderverein der HTWK Leipzig, Gayen & Berns Homan Gruppe, Salzland Druck, vdm Mitteldeutschland
Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr zu innoPRINT Leipzig 2020 zu begrüßen:
am 07.11.2020.
Zukunft braucht Nachwuchs – innoPRINT 2018



10.11.2018
Rund 120 Besucher, die den großen Hörsaal im Nieper-Bau der HTWK Leipzig füllten, haben bewiesen, dass die innoPRINT-Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr ein Erfolg war, an den in diesem Jahr angeknüpft wird. Wer an einem sonnigen November-Sonnabend den Weg nach Leipzig sucht, will über den Tellerrand blicken, mit Fachkollegen ins Gespräch kommen oder sich neben den regulären Vorlesungen breit informieren.
Der Fokus der Veranstaltung lag auf der Fachkräftesituation in der Branche und der Generation, die unsere zukünftigen Fachkräfte stellen wird. Diese Altersgruppe – die Generation Z – stellte Frank Müller, Haus E in Chemnitz, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Nach 1991 geboren, stehen diese jungen Leute heute auf der Schwelle zum Berufsleben oder haben sie gerade überschritten. Sie haben ihre Werte und Lebensvorstellungen, die sich von denen der älteren Kollegen und Mitmenschen unterscheiden.
Von den Eltern umhegt, haben sich ein stärkerer Individualismus und eine Fokussierung auf Familie und Freundeskreis ausgeprägt. Die Abgrenzung von Arbeit und Privatleben wird deutlich gezogen. Im steten gesellschaftlichen Wandel, zwischen Inflation und Deflation reicht der Karriereblick nicht auf Jahrzehnte hinaus. „Was weiß ich, was morgen ist.“ Als Digital Natives liegen den jungen Leuten alle Informationen zu Füßen, doch macht gerade diese Informationsüberflutung die Generation zu der am schlechtesten informierten. Soziale Netzwerke provozieren die Erwartungshaltung nach schnellem positivem Feedback, nicht nur im privaten Umfeld. Gegenüber der Elterngeneration können die jungen Menschen eine Trumpf ausspielen, den Trumpf der Demografie, sich einen Beruf, eine Karriere auszusuchen in einem Land, dem die Fachkräfte ausgehen. Für Unternehmen gilt es, diese Charakteristik der jungen Generation zu kennen und sich in der Unternehmenskultur darauf einzustellen.
Auch für die Hochschule heißt es, die veränderten Bewerber zu berücksichtigen, ihren Vorstellungen von einem Ingenieursstudium gerecht zu werden und dabei gleichzeitig die Erwartungen der Industrie zu erfüllen, in die Absolventen entlassen werden. Seit einigen Jahren verzeichnet der Studiengang Drucktechnik geringe Bewerberzahlen und steigende Abbrecherquoten. Diese Ausgangssituation sowie Veränderungen in der Druckbranche haben zu einer Reformierung sowohl des Studiengangs Drucktechnik als auch Verpackungstechnik geführt, die Prof. Holger Zellmer vorstellt. Auf den ersten Blick sichtbar werden die Veränderungen bereits in einer Modernisierung der Studiengangsbezeichnungen Digitale Print-Technologien sowie Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit.
Selbstverständlich sind auch Curriculum und Modulinhalte sowie Lehr- und Lernformen modernisiert worden. Als ein Beispiel sei hier das Einführungsmodul genannt, in dem die Studenten bereits in den ersten Studienmonaten in Miniprojekten theoretisch als auch praktisch an ausgewählte Produkte herangeführt werden. Dabei lernen sie die Labore kennen, erhalten erste Einblicke in Technologie und Technik und halten am Ende des Semesters ein Produkt in der Hand, dessen Herstellung sie begleitet haben. Involviert sind ebenfalls Recherchetechniken, Grundregeln des wissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens, eine Basis für nachfolgende Semester.
Enrico Hahn, Absolvent der Drucktechnik, begrüßt, dass sich der Studiengang „aus seinem angestaubten Image erhoben habe“. Der Name klingt populärer. Insgesamt ein guter Ansatz, dem man nun aber Zeit geben sollte zu wirken.
„Fachkraft gesucht“ lautete das Motto der nachfolgenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Lutz Engisch. Seit über drei Jahren beschäftigen sich die Kollegen an der Fakultät Medien mit dem Thema der Nachwuchssicherung in der akademischen Ausbildung und mit der Generation Z.
Christian Heinrich, Salzland Druck, bestätigt aus Erfahrung in seinem Unternehmen den Wandel der Bewerbersituation. Während vor 7…8 Jahren aufgrund der Vielzahl von Bewerbungen eine Auswahlmöglichkeit bestand, müssen heute Anstrengungen unternommen werden, um überhaupt Bewerber, Facharbeiter wie Akademiker, ins Unternehmen zu locken. Die Work-Life-Balance hat dabei einen hohen Stellenwert, was nicht in jeder Region einfach umzusetzen sei.
Uwe König repräsentiert die Bundespolizei auf der Podiumsdiskussion. Mit über 40.000 Bewerbern hat die Polizei keine Nachwuchssorgen. Allerdings gibt es keine spezielle Ausbildung im Bereich Drucktechnik, aber gerade da werden Fachkräfte gesucht, die sich als Kriminaltechniker auf Urkundenfälschungen spezialisieren.
Heinrich macht den Vorschlag, an Tagen der Offenen Tür Unternehmen mit ins Boot zu holen und das Praktische zu verstärken. Als Student schon frühzeitig ein Produkt selbst zu fertigen und in der Hand zu halten, wie es die Änderung im Curriculum vorsieht, bewertet er sehr positiv. UlrikeKäppeler, Masterstudentin der Druck- und Verpackungstechnik, begleitet Studien-Neulinge in den Vorkursen aktiv und hat die Erfahrung gemacht, dass Digitalisierung nicht alles ist und mit Mustern verschiedener Druckprodukte so mancher Aha-Effekt entstehen kann. Sie sieht sich als „Alt-Z-lerin“ und hat sich in den Ausführungen von Frank Müller durchaus wiedergefunden, wenn auch nicht in allen Punkten.
Weiterer Diskussionspunkt war die Attraktivitätssteigerung des Studiums für ausländische Interessierte. Dies bedeute aber die Umstellung auf englischsprachige Ausbildung; für viele Ausländer ist das Erlernen der deutschen Sprache keine Alternative. Aber dann verlieren wir die Hälfte der deutschen Studenten, so Zellmer. Zudem wird voraussichtlich ein großer Teil der Absolventen in ihre Heimatländer zurückgehen und den Fachkräftemangel in der deutschen Druckindustrie nicht verbessern.
Bei der Bewerbung des Studiengangs führe auch kaum ein Weg an den Eltern vorbei, wie Erfahrungen von Berufs- und Studienberatungsveranstaltungen zeigen. Ulrike Käppeler kann dies zwar nicht aus eigener Erfahrung bestätigen, weiß aber von den Hochschul-Infotagen, dass die Eltern die Fragesteller sind. Ihnen heißt es klar zu machen, dass ihr Sprössling in unseren Studiengängen gut aufgehoben ist und eine sichere Berufsaussicht wartet.
Holger Fröbels Vortrag setzte sich mit der digitalen Transformation auseinander. Fluch oder Segen, so seine Fragestellung. Die Digitalisierung verändert alles, sie schreitet exponentiell voran. Das Internet gilt heute als normale Versorgungsleitung wie Strom und Wasser. Per Smartphone sind wir jederzeit mit jedem Ort der Welt verbunden. Wir wollen alles jetzt und sofort. Just in time erhalten wir jede denkbare Information. Heute bereits nehmen Roboter den Menschen Arbeit ab. Mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet, könnten sie eines Tages über die Menschheit bestimmen – auf lange Sicht wird der Optimist Fröbel hier pessimistisch.
Für die Agilität im Unternehmen ist digitale Transformation existentiell. Was im privaten Umfeld Gewohnheit ist, muss im Unternehmen ebenfalls zur Alltäglichkeit werden. Prozesse sind auf Kundennutzen hin prüfen und zu optimieren. Reine technische Veränderungen ohne Blick auf Kundenvorteile sind nicht vorwärtsweisend. Workflowlösungen bilden nicht nur technische Prozesse, sondern auch Business-Prozesse ab.
Mit zunehmender Automatisierung werden deutlich weniger Personen in der Produktion tätig sein. Eine personelle Verlagerung auf IT-Bereich oder Social Marketing ist zu erwarten. Hier heißt es, Potentiale bei den eigenen Mitarbeitern zu erkennen und weiterzuentwickeln. Für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter gilt es, das Unternehmen attraktiv zu gestalten und den Anforderungen gerade der jungen Generation gerecht zu werden – Weiterentwicklungschancen, Flexibilität und Work-Life-Balance zu bieten.
Realität ist, dass sich gegenwärtig noch viel zu wenige Unternehmen mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen. Als Digitalisierung wird der Kauf einer Digitaldruckmaschine angesehen, dabei ist die Wertschöpfung in der Software zur Verknüpfung sämtlicher Prozesse zu sehen. Das ist als strategische Aufgabe anzusehen, die Chefsache ist und nicht allein der IT-Abteilung überlassen werden darf.
Erfreulich, dass im abschließenden Programmpunkt drei junge Bachelor-Absolventinnen die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorstellten.
„Das Auge kauft mit“. Marie Olschowsky und Nadine Wittenberg untersuchten mittels Eye-Tracking die Wahrnehmung visueller Elemente auf Verpackungen, konkret am Beispiel von Prägungen und Warnbildern auf Zigarettenschachteln.
Ulrike Käppeler analysierte in ihrer Bachelorarbeit mit Hilfe der ATR-IR-Spektroskopie Komponenten der Druckfarbe, deren prozentuale Anteile sowie deren Eindringen in den Bedruckstoff.
Lars-Hendrik Dircksen ist Teammitglied der studentischen Unternehmensberatung CampusInform, die Leipziger Unternehmen und soziale Vereine unterstützt und Studenten eine Plattform für Weiterbildung und Projektarbeit bietet. Auch die Fakultät Medien hat bereits von der Tätigkeit der jungen Unternehmensberater profitiert; Dircksen stellt die Vorgehensweise bei den Projektarbeiten am Beispiel „Steigerung der Bewerberzahlen für den Studiengang Drucktechnik“ vor.
Nicht zu vergessen, den herzlichen Dank an alle Sponsoren:
FDI e. V., Förderverein der HTWK Leipzig, Salzland Druck, vdm Mitteldeutschland
Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr zu innoPRINT Leipzig 2019 zu begrüßen:
am 09.11.2019.
Auftakt für die innoPRINT Leipzig – innoPRINT 2017



11.11.2017
Drucken ist VIELfalt. Drucken ist MEHRwert. Auch innoPRINT Leipzig, die Nachfolgeveranstaltung des traditionellen Gutenberg-Symposiums, hat sich den Wandel in der Druckbranche zum Motto gemacht. Die große Anzahl der Besucher beweist, dass man durchaus bereit ist, dem neuen Format eine Chance zu geben. Dazu gehört unter anderem der Veranstaltungsort, der an den Campus der HTWK Leipzig verlegt wurde. Die Begrüßung übernahm Prof. Engisch, Institutsdirektor des iP³ Leipzig und Mitinitiator von innoPRINT Leipzig. Die Moderation ist in bewährter Weise bei Beatrix Genest, Sächsisches Institut für die Druckindustrie, verblieben.
Unterhaltsam und kurzweilig einerseits, hochspannend und interessant andererseits eröffnete Prof. Edgar Dörsam, Technische Universität Darmstadt, die Vortragsrunde. Es sei ihm eine Freude und Ehre zugleich, nach Leipzig eingeladen worden zu sein.
„Die Welt des Druckens – unbegrenzte Möglichkeiten; habe ich wirklich diesem Titel zugestimmt?“ Auch wenn die Frage nicht ganz ernst gemeint war, fiel die Antwort der Zuhörer am Ende doch eindeutig aus: zum Glück ja. Denn Dörsams Ausführungen eröffnen neue Perspektiven, Denkansätze und Entwicklungspotenzial für die Druckindustrie.
Die Definition Drucken hat sich geändert. Stand noch vor Jahren die Informationsübertragung im Fokus, wird Drucken heute als Herstellungsprozess betrachtet, der weit mehr als Substratstrukturierung umfasst. Der umfassende Prozessgedanke schließt Handling, Logistik, Nachbearbeitung bzw. Weiterverarbeitung und vieles mehr ein. Die Substratbeschichtung selbst ist nicht das Problem, sondern genau dieses „Drumherum“. Druckverfahren und Druckmaschine stehen somit nicht mehr im Mittelpunkt der Drucktechnologien. Ebenso sind die klassischen Bedruckstoffe nicht mehr Dreh- und Angelpunkt der Betrachtung.
Rolf Possekel führte das Publikum durch einen Tag – gedruckt mit Koenig-&-Bauer-Maschinen. Morgens After Shave aus der Glasflasche, die Banknote beim Einkauf und der Chipsbeutel am Abend – ob Blech- oder Hohlkörperdruck, Sicherheits‑, Akzidenz- oder Verpackungsdruck, Koenig & Bauer hält für alle Anwendungen die richtige Maschinentechnik bereit. Aber auch hier steht die alleinige Farbübertragung längst nicht mehr im Fokus, sondern die umfassende Einbindung der Technik in einen vernetzten Gesamtprozess. Das funktioniere nur über Digitalisierung und beginne nicht erst am Wareneingangstor. Der Maschinenhersteller unterstützt vernetzt das Bedienpersonal bei Wartung und Fehlerdiagnose.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde das Thema Industrie 4.0 im Rahmen einer Podiumsdiskussion vertieft, zu der neben den beiden Referenten auch Frau Prof. Herzau-Gerhardt, Professorin für Drucktechnik an der Fakultät Medien, Christian Heinrich, Salzland Druck, und Holger Fröbel, Fröbel Medientechnik, auf das Podium gebeten wurden.
Nach Meinung der Diskutierenden bedeutet Industrie 4.0 Automatisierung, Abbildung aller relevanten Prozesse in der digitalen Welt und Optimierung der Fertigungskette. Von der realen Maschine existiere ein digitaler Zwilling. Allerdings ist die digitale Transformation eine große Herausforderung.
Die mit Digitalisierung und Vernetzung einhergehende Transparenz traf im Publikum nicht auf grundsätzliches Einverständnis und warf die Frage auf, ob sich der Maschinenhersteller wirklich in die Maschine beim Kunden einklicken muss, um Wartungshinweise zu geben.
Die Organisation von Prozessen bedeutet zunächst Kenntnis aller Prozesse. Wie werden Prozesse definiert, in welcher Reihenfolge laufen Prozessschritte ab, wofür gibt es bereits Standards.
In der heterogenen Welt gelte es, Effizienz und Agilität zu kombinieren, so Fröbel. Diese heterogenen Strukturen seien in einem einzigen Standard kaum abzubilden. Zu klären sei zudem die Frage, wem die Daten gehören in einer stark vernetzten digitalen Welt, denn davon hängt ab, wer verantwortlich ist.
Der Erfolg wird in Zukunft nicht dadurch bestimmt, wie gut ich drucken kann, sondern wie gut ich Prozesse managen kann. Mit dieser Aussage knüpfte Fröbel an den Kerngedanken des Vortrags von Dörsam an.
Abschließend wird die Frage nach der Vision „Druckerei 2030“ aufgeworfen.
Heutzutage arbeiten in Druckereien oftmals nicht mehr als 20 Mitarbeiter, sie machen gegenwärtig rund 80 % der Druckunternehmen aus. Einige – hochmodernisiert und automatisiert, hochindustriell organisiert, aber mit individuellen Strukturen – werden Monopolstellung erlangen. Von den jahrhundertelang geprägten Modellen heißt es sich zu lösen.
Stattdessen gilt es, die Vielfalt der neuen Anwendungen im Fokus zu behalten. Kann man dabei noch von Druckerei sprechen oder gilt es, andere Bezeichnungen zu wählen? Drucken ist nur ein Glied in einer komplexen Prozesskette. Dafür sei kein klassischer Drucker mehr notwendig, aber zunehmend ingenieurtechnische Fachkenntnisse in Sensortechnik oder Informationstechnik.
Zum neuen Format der Veranstaltung gehört auch die Einbindung von Studenten und jungen Absolventen als Referenten.
Kilian Menzel schrieb seine Bachelorarbeit in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung über spezielle Probleme im Tiefdruck. Er untersuchte die Fluidübertragung und betrachtete das Polymerverhalten beim Lasergravieren von Tiefdruckformen.
PaulThorsch gab in seinen Ausführungen einen Überblick über Personalisierungstechnologien von polycarbonatbasierten Ausweiskarten. Untersuchungsgegenstand seiner Masterarbeit bei der Bundesdruckerei in Berlin war dabei die farbige Laserkennzeichnung.
Maximilian Kniese untersuchte in seiner Bachelorarbeit die Vorgehensweise bei der Erstellung von maßstabsgetreuen 3D-Daten für die dreidimensionale Reproduktion von Gebäudearchitekturen. Ziel ist die Erstellung eines 3D-Datensatzes aus Architekturdaten, der verschiedenen Ausgabekanälen zugeführt werden kann – seien es konventionelle Druckmaschinen, Plotter oder 3D-Drucker.
Nicht zu vergessen, den herzlichen Dank an alle Sponsoren:
FDI e. V., Salzland Druck, KBA-Deutschland GmbH, Förderverein der HTWK Leipzig
Haben Sie schon einen Kalender für nächstes Jahr – digital oder gedruckt? Dann merken Sie sich innoPRINT Leipzig 2018 am 10.11.2018 vor!





